A wie : Allergien

Die "Allergenen Zwölf"

Hierzulande kennen die Mediziner inzwischen zwölf "hauptverdächtige" Auslöser von Lebensmittelallergien.

  • Glutenhaltige Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel)
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Soja
  • Milch
  • Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss)
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter.)

Tipps für Allergiker

Wenn Sie Nahrungsmittelallergiker sind, gibt es generell eine Reihe von Möglichkeiten, das allergene Potenzial Ihrer persönlichen Kost zu minimieren.

  • Wenn Sie Obst und Gemüse kurz Kochen (2 bis 4 Minuten) oder Einfrieren, minimieren Sie die allergene Potenz.
  • Schälen Sie rohes Obst und Gemüse großzügig. Meist sitzt das Allergen direkt unter der Schale.
  • Meiden Sie Fertigkost und Würzmischungen. Kaufen Sie nur frische und/oder klar deklarierte Lebensmittel. Achten Sie beim Einkauf grundsätzlich auf die Zutatenlisten um Ihr Allergen auszuschließen.
  • Fisch-Allergiker sollten bei Eiernudeln, Gebäck und anderen Eierspeisen Vorsicht walten lassen: Stammen die Eier von Hühnern, die mit Fischmehl gefüttert wurden kann sich das Allergen im Ei verstecken!
  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob die Medikamente, die Sie benötigen allergenfrei sind.

R wie :

Rosacea (Akne rosacea)

Rot und geschwollen sieht das Gesicht aus, Pusteln bedecken die Haut, rote und blaue Äderchen überziehen weite Teile der Hautoberfläche. Rosacea, eine chronische und entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, ist nicht heilbar. Gefürchtete Komplikationen sind Augenentzündungen. Aber es gibt verschiedene kosmetische und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten, die zu einer deutlichen Verbesserung führen.

Rosacea, "Rosenblüte", ist die schmeichelhafte Bezeichnung für eine Hauterkrankung, die die Betroffenen im fortgeschrittenen Stadium regelrecht entstellt, nicht selten isoliert und zu Depressionen führen kann. Betroffen sind fast immer Männer und Frauen jenseits des 40. Lebensjahres; hellhäutige Typen mit roten Haaren scheinen besonders anfällig zu sein - wobei Wissenschaftler die Ursache noch immer nicht finden können. Man vermutet, dass sowohl ein labiles Gefäßnervensystem als auch Mikroorganismen wie die Haartalgmilbe und Lebererkrankungen die Krankheit begünstigen.

Fast ausschließlich Männer bekommen Wucherungen an den Talgdrüsen im Nasenbereich, die "Knollennase" (Rhinophym). Die Krankheit kann erblich sein, aber sie ist nicht ansteckend.

Phasen der Rosacea
Rosacea beginnt erst unscheinbar mit Hautrötungen, insbesondere bei Hitze und Kälte, emotionalem Stress, scharfen Speisen und Alkohol. Die feinen verzweigten und oberflächlichen Blutgefäße sind sichtbar und dauerhaft erweitert - man sagt, dass die Haut "blüht". Diese noch milde Form der Erkrankung bezeichnet man als "Couperose".

Im zweiten Stadium treten schubweise Pusteln und Knötchen sowie Schwellungen auf. Diese können sich im nächsten Stadium entzünden und sind teilweise eitrig. Die Haut ist geschwollen, gerötet und großporig und kann Mitesser bekommen: Die Ähnlichkeiten mit der Akne führt daher manchmal zu Fehldiagnosen.

Zu den Komplikationen der Rosacea gehören Augenentzündungen. Rund ein Fünftel der betroffenen Patienten bekommt trockene Augen, Bindehautentzündungen, manchmal auch Hornhaut- und Regenbogenhautentzündungen.

Behandlung von Akne Rosacea
Auf keinen Fall sollten Betroffene eine Selbstmedikation mit Kortison versuchen. Ärzte verschreiben ein Antibiotikum wie Erythromycin und Metronidazol, wenn eitrige Knötchen und Pusteln das Gesicht bedecken. Von einigen Dermatologen wird auch Vitamin-A-Säure eingesetzt, wobei Frauen, die schwanger sind oder noch Kinder bekommen können, dieses Mittel nicht anwenden sollten, da es fruchtschädigend sein kann. Sind die Augen betroffen, müssen Patienten die Antibiotika u.U. einnehmen.

Die roten und blauen Äderchen lassen sich gut veröden. Mit Hilfe eines Lasers werden die geplatzten Äderchen in bis zu fünf Sitzungen verödet - dies allerdings zahlen die Krankenkassen nicht. Bei der Knollennase wird das gewucherte Gewebe ebenfalls mit einem Laser abgetragen, bis eine normale Nasenform erreicht wird.

  • Eine frühzeitige ärztliche Therapie kann den Verlauf günstig beeinflussen. Suchen Sie deshalb rasch einen Hautarzt auf und holen Sie sich Rat bei Ihrer Fachkosmetikerin.
  • Oftmals treten Entzündungen des Augenlids, der Binde-, Horn- oder Regenbogenhaut auf. Lassen Sie deshalb vorsorglich Ihre Augen von einem Augenarzt kontrollieren.
  • Wenden Sie die ärztlich verordnete Medikamente (meist antibiotikahaltige Cremes, Gele, Lotionen oder auch Tabletten) genau nach Anweisung an.
  • Manipulieren Sie nicht selbst an den eitrigen Pusteln und Entzündungen.
  • Beobachten Sie, welche individuellen Auslöser bei Ihnen ein "Aufblühen" der Rosacea bewirken und führen Sie darüber Tagebuch. Dies können extreme Hitze oder Kälte sein, bestimmte Kosmetika oder besondere Nahrungsmittel, aber auch Stress oder hormonelle Schwankungen. Meiden Sie Faktoren, die die Gesichtshaut reizen und deren Durchblutung fördern.
  • UV-Licht zählt zu den wichtigsten Provokationsfaktoren, die eine Rosacea auslösen oder verschlechtern. Verzichten Sie daher auf intensive Sonneneinstrahlung und Solariumsbesuche. Achten Sie auf einen geeigneten Sonnenschutz. Eventuell vertragen Sie physikalische UV-Filter besser als chemische.
  • Heiße Getränke (Tee, Kaffee), Alkohol sowie scharfe Gewürze regen die Durchblutung an und können den Hautzustand verschlechtern. Auch Schweinefleisch und Schweineschmalz sind ungeeignet. Verzichten Sie deshalb möglichst auf derartige Getränke und Speisen!
  • Auch psychische Belastungen können sich ungünstig auf den Hautzustand auswirken. Reduzieren Sie Stress! Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training, Tai Chi oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen können hier helfen.
  • Reinigen Sie das Gesicht nur mit lauwarmem Wasser und − falls erforderlich − mit milden Präparaten wie seifenfreien Syndets. Pflegeprodukte auf alkoholischer Basis, Aftershave und Parfüms sind tabu! Verwenden Sie wenig fettende Cremes und Kosmetika. Achten Sie auf hypoallergene Produkte.
  • Günstig auf Rötung und Reizung können sich lauwarme oder kühle Schwarzteeumschläge auswirken. Brühen Sie dazu einen sehr starken schwarzen Tee auf (3 Teebeutel auf eine Tasse kochendes Wasser), lassen Sie diesen mindestens 30 Minuten ziehen, damit die hautberuhigenden Gerbstoffe freigesetzt werden, und machen Sie mit dem Sud mehrmals täglich Umschläge.
  • Eine vorsichtige Lymphdrainage kann helfen, dass sich weniger Blut und Gewebeflüssigkeit in den Hautgefäßen stauen. Lassen Sie sich von Ihrer Fachkosmetikerin in die Massage einführen und führen Sie täglich für einige Minuten die sanften kreisenden Fingerbewegungen an Nase, Wangen und Stirn aus.
  • Eine vorübergehende Einnahme von Zinktabletten kann den Hautzustand verbessern.